Unsere Yolanthe, eine reinrassige Bunte Bentheimer Sau, gehört zu den extrem bedrohten Nutztierrassen und stammt von Herrn Schulte-Bernd, der diese Schweinerasse schon seit 62 Jahren züchtet und sie damit vor dem Aussterben gerettet hat.

Um den Bedürfnissen unserer Hofladenkunden nach fettarmem Fleisch entgegenkommen zu können, trägt Yolanthe immer mal wieder Ferkel aus einer Verpaarung mit einem Eber einer fleischbetonten Schweinerasse aus. Unsere sehr zutrauliche Sau lebt mit einem ihrer Kinder auf reichlich Stroh, das sie gerne als „Bettzeug“ benutzen. Zur Zeit der Rausche (= Deckbereitschaft) kann man sogar auf ihr „reiten“.

Vor einigen Jahren hielt das Bayrische Fleckvieh bei uns Einzug. Das ruhige Wesen und die Zutraulichkeit beim Besuch eines Züchters im Siegerland überzeugte uns. Ein halbes Jahr später erweiterte unser Bulle Fridolin die Herde und zeugte mittlerweile schon etliche schöne Kälber, die bisher alle ohne tierärztliche Hilfe geboren wurden. Unsere Tiere leben während der Sommersaison auf der Weide und erhalten im Winter im Stall Grassilage und Heu. Sie stehen auf Stroh und leben in einer Großgruppe. In dieser Zeit hat Fridolin seine „Hochzeit“. Inzwischen hat sein Sohn Felix die Nachfolge angetreten.

Nachdem Felix uns verlassen hat, sorgt sich nun Glanviehbulle Fiete um die Damen. Glanvieh gehrt zu den stark gefährdeten Haustierrassen. Fiete soll deshalb auch bald weibliche Gesellschaft seiner Rasse erhalten.

Bei der Wahl der Hühnerrassen fiel die Entscheidung eher zufällig auf die Grünleger. „Das besondere Frühstücksei“ war der Gedanke, da die Schalenfarbe zwischen oliv und mintgrün variiert, erkennbar an den grünen Ohren der Hühner. Etliche unserer Kunden bevorzugen die grünen Eier, da das Eidotter besonders gelb ist und für eine schöne Kuchenfarbe sorgt. Da wir auf ökologischen Landbau umgestellt haben, leben unsere Hühner im Freiland, wo sie scharren und hudern können. Nur ab Sonnenuntergang bis zum nächsten Morgen sitzen sie in einer Hühnerhütte auf der Stange, damit Fuchs und Marder keine Chance auf eine leckere Mahlzeit haben.


Die Flug- oder Barbarieenten sind - zeitgleich mit den Hühnern - als Jungtiere eingezogen. Aus der ersten Gruppe blieben einige Enten und ein Erpel auf dem Hof und wurden die Elterntiere der nachfolgenden Enten. Aus einem Gelege 2008 blieb nur ein Küken namens Pieps übrig und wurde als „Familienmitglied“ 3 Wochen im Haus aufgezogen. Danach musste Pieps in den Außenbereich umziehen um mit anderen Küken in Freilandhaltung aufzuwachsen. Pieps darf unter Beweis stellen, wie alt Enten in der Natur werden können.


Im Herbst 2010 ergab sich anlässlich der jährlichen Lippegansschau im Soester Raum die Möglichkeit, ein Lippeganszuchtpaar zu bekommen. In den Tiefen des Bergischen Landes, dort wo sich Fuchs und Hase „Gute Nacht“ sagen, wurde ein Archehof aufgelöst, wodurch Gustav und Agathe ein neues Zuhause suchten. Sie gewöhnten sich auf unserem Hof schnell ein und zogen schon im folgenden Frühjahr eine neunköpfige Gösselschar auf. In dieser Zeit war mit den Elterntieren nicht gut Kirschen essen.

Auf der Lippegansschau 2011 wurde Agathe beste Gans des Jahres, während Gustav leider nicht so gut abschnitt. Daher wurde im Blick auf gute Zuchtergebnisse Gustav I. durch einen neuen Ganter vom Schulbauernhof in Ummeln (Kreis Bielefeld) ersetzt. Gustav II. kümmerte sich dieses Frühjahr zeitweise alleine rührend um seine Kinder, während Agathe schon wieder auf einem neuen Nest brütete.

Auch unsere Lippegänse gehören zu den extrem gefährdeten Haustierrassen.

Unsere Tiere

Unser Geflügel

Unsere Schweine

Unsere Rinder

Als wir vor drei Jahren mit den Kindergeburtstagen begannen, sollten Kaninchen als Streicheltiere einziehen. Die Qual der Wahl war groß, denn es gibt doch viele Kaninchenrassen. Dann fiel die Wahl ausgerechnet auf die arbeitsintensivste Rasse, die Angorakaninchen. Auch Angorakaninchen gehören zu den stark gefährdeten Haustierrassen, wahrscheinlich weil die Chemiefaser die feine Wolle verdrängt hat und die Haltung an bestimmte Voraussetzungen gebunden ist. Bis ins Emsland führte uns der Weg, um von einem Züchter ein Zuchtpaar zu bekommen. Das zutrauliche Wesen dieser Rasse bezaubert uns bis heute. Da nehmen wir gerne vier Mal im Jahr die Schur der Angorakaninchen in Kauf, die immerhin fast 2 Stunden pro Kaninchen dauert (mit der Schere) und einen Ertrag von ca. 100 g sauberer Wolle bringt.

Immer wieder erreichten uns Anrufe, dass Kaninchen verschiedenster Rassen ein neues Zuhause suchen, aus welchen Gründen auch immer. Auf diese Weise zogen etliche Tiere in unsere Gehege ein und  vergrößerten mit ihrem bunten Nachwuchs die Herde, die eine magische Anziehungskraft auf die Kinder hat.

Unsere Kaninchen

In früheren Jahren wurde auf unserem Hof immer mit Pferd und Ackergerät gearbeitet. Nachdem Trecker die Arbeitskraft Pferd ersetzt hatten, stand lange Zeit kein eigenes Pferd im Stall. Erst der Wunsch, mit der Kutsche die Landschaft zu erkunden und genießen, weckte neues Interesse am Pferd. So zog im Jahr 2008 ein Schleswiger Kaltblut namens Samson aus Neumünster um nach Ostbüren. Es war „Liebe auf den ersten Blick“, soweit man das bei Pferden sagen kann. Er stellt nun seine umfassenden Fähigkeiten als Fahr- und Reitpferd  unter Beweis.

Da Samson (oder liebevoll Sammy genannt) ein Wallach ist, kann er leider nicht mehr zur Erhaltung der stark gefährdeten Rasse beitragen.

Für unsere Kindergeburtstage ist Samson allerdings einige Nummern zu groß. Daher mussten wir uns nach kleineren „Pferden“ umsehen. 2009 vergrößerten Mona und Lisa, zwei muntere schwarze Shetlandponies, unsere Herde. Beide waren als Kutschponies schon auf Turnieren gelaufen. Leider stellte sich heraus, dass Mona mit ihrem Termperament als Reitpony für kleine Kinder nicht geeignet war. In der Ponykutsche läuft sie jedoch zur Höchstform auf.  Sternchen, ein weiteres schwarzes Shetlandpony, ist eine ideale Ergänzung. Sie hat zwar einen enormen Dickschädel, duldet aber selbst turnende Kinder mit stoischer Ruhe auf ihrem Rücken.

Im Sommer 2011 gesellte sich dann Max, ein weiß-braunes Pony, zur Herde. Er hat ein Stockmaß von etwa 115 cm und eignet sich daher auch für größere Kinder. Geduldig lässt er sich von Kindern putzen und seine füllige Mähne kämmen und flechten.

Unser Pferde und Ponies

Im Frühsommer 2010 zogen drei neue weibliche Schafe bei uns ein. Seit Sommer 2011 gehört auch ein Bock vom Schulbauernhof Ummeln (Kreis Bielefeld) zur Herde und sorgt für den Nachwuchs. Unsere Schafe gehören zur gefährdeten  Landschafrasse „Coburger Fuchsschaf“. Sie sind nicht wie sonst üblich weiß oder schwarz-weiß, sondern braun. Der Kopf und die Läufe sind dunkelbraun, während die Langwolle eine hellbraune Farbe hat. Oft spricht man daher auch vom „Goldenen Vlies“.

Ein Zwillingslamm wurde von seiner Mutter zwei Tage nach der Geburt abgelehnt und daher mit der Flasche aufgezogen. Oskar, wie der Kleine genannt wurde, war der Liebling aller Kinder. Oft durften sie ihn mit einer Babyflasche füttern.

Unsere Schafe